Zyklische Gerätebatterien

Batterien für den zyklischen Einsatz haben vollkommen andere Aufgaben und Eigenschaften als Startbatterien. Startbatterien werden nach längerem Stehen urplötzlich wieder gefordert und müssen den Motor eines Autos oder LKW etc. starten. Danach haben sie während der Fahrt wieder die Gelegenheit sich erneut selber aufzuladen. Zyklischer Einsatz bedeutet aus einer  Gerätebatterie für eine möglichst lange Zeit eine netzunabhängige Stromversorgung gewährleisten zu können. Dieser Bedarf besteht bevorzugt bei Reinigungsmaschinen,  Krankenfahrstühlen, Booten, Wohnwagen und Wohnmobilen, Elektro-Caddys, E-Bikes und vielen, vielen weiteren anderen Anwendungen. Hierbei gilt es, über einen möglichst langen Zeitraum eine möglichst konstante Spannung abzugeben. Wenn Sie dann wieder geladen werden müssen, ist der Leistungszyklus vorbei und der Ladezyklus beginnt wieder.

Die Besonderheiten von zyklischen Gerätebatterien

Leicht, robust, zuverlässig, und wartungsfrei sind sie, die Batterien für den zyklischen Einsatz. In jeder noch so schrägen Lage liefern sie zuverlässig die vorgesehene Spannung und nehmen dabei keinen Schaden. Diese besonderen Akkus sind konstruktionsseitig auf permanentes Be- und Entladen ausgelegt. Die Batterie wird über den Tag verteilt entladen, um dann in aller Regel erst über Nacht wieder ans Ladegerät angehängt zu werden. Der Begriff oder die Eigenschaft der Zyklenfestigkeit gibt die Widerstandsfähigkeit eines Akkus gegen diese zyklische Belastung an.

Die Besonderheiten der Gelbatterie

Eine dieser Zyklenbatterien ist die Gel Batterie. Sie bietet dank ihrer besonderen Architektur und Funktionsweise nicht nur eine enorm zuverlässige Startkraft, sondern auch ein Maximum an Versorgungsenergie. Genau das macht sie zu einer zuverlässigen Kraftquelle für die starke Beanspruchung im professionellen zyklischen Einsatz. Die Grundidee der Gel Batterie beruht auf einem kleinen Chemie-Trick. Die klassische Schwefelsäure wurde hier durch den Einsatz von Kieselsäure in ein Gel gebunden. Während des Ladevorgangs kommt es in der verdünnten Schwefelsäure der konventionellen Blei-Batterie zu austretenden Gasen. Diese ausperlenden Gase müssen entweichen können, da sich sonst ein gefährlicher Druck aufbauen würde. In der zum Gel gebundenen Schwefelsäure findet dieses Ausgasen praktisch nicht mehr statt. Sollten sich ein Druck aufbauen, kann der durch Sicherheitsventile entweichen.

Umweltfreundlich und zuverlässig

Das Innenleben der Gelbatterie ist hermetisch dicht und könnte im Bedarfsfall sogar mal im Unterwassereinsatz eingesetzt werden. Die Gelbatterie steht zu Recht im Ruf besonders umweltfreundlich und sauber zu sein. Sie gilt als geradezu ideal für die Anwendung in bewohnten Räumen und in extremen Lagen. Durch die hohe Auslaufsicherheit leistet sie auch in sehr hohen Neigungswinkeln bis zu 180 Grad einen stets zuverlässigen Dienst. Diese Eigenschaften machen sie zu einer guten und zuverlässigen zyklischen Batterie. Ihre Selbstentladung ist ebenfalls sehr gering. Durch eine solche Zyklenbatterie kann sich zum Beispiel ein Rollstuhlfahrer zuverlässig und unabhängig bewegen.

Batteriekennzeichnung – auf welche Werte sollte man achten

Aus der Kennzeichnung der Autobatterie ergeben sich sehr viele wichtige Informationen für den Kauf und die richtige Pflege. Wichtig ist beim Neukauf unter anderm auch, dass die Batterie ihrer Größe nach ins Auto passt. Dann müssen auch die Anschlüsse der neuen Autobatterie zu den Kabel-Anschlüssen im Auto passen. Als drittes muss die Befestigungsart zur Batterie passen. Dazu gehören der Rahmen, Fußleisten usw. Wenn das Auto eine Start-Stopp-Funktion hat, muss die Batterie auch noch besonders zyklenfest sein. Es gibt also tatsächlich eine ganze Menge, worauf man beim Kauf einer neuen Batterie für das Auto achten muss.

Die ETN-Nummer hilft bei der richtigen Wahl

Eine ganz ausgezeichnete Hilfe ist dabei die European Type Number, die sogenannte ETN. Diese ist praktisch auf allen neueren Batteriemodellen finden. Diese Nummer enthält alle Daten über die Kapazität, den Kaltstartstrom, die Nennspannung, die Bauform und die Lage der Pole. Das bedeutet in der Praxis, dass Batterien mit identischer ETN absolut problemfrei getauscht werden können. Die ETN ersetzt die viele Jahre gültig gewesene DIN (Deutsche Industrie Norm) im Zuge der Europäisierung. Das Gute daran ist, dass die neue Typ-Nummer für Starterbatterien eine europaweite einheitliche Kennzeichnung mit sich bringt. Die “European Type Number“ gibt Auskunft über viele technische Einzelheiten der Batterie auf die man beim Kauf achten sollte. Ein Batterietyp behält seine ETN sowohl in der Erstausrüstung als auch im Ersatzteilbereich. Das macht den Nachkauf so einfach.

Informationen auf einen Blick

  • Die ETN gibt Auskunft über die technischen Details. Die 4. bis 6. Stelle enthält Verschlüsselungen über die Polart, die Schaltungsart oder die Bodenleiste als Relikt der DIN Codierung.
  • Die ETN Nummer besteht aus 3 Gruppen zu je 3 Ziffern. Damit ist der ETN Code 9stellig.
  • Die erste Ziffer gibt gibt Auskunft über die Voltzahl. Dabei stehen die Ziffern 0-4 für Batterien von 6 Volt. Die Ziffern 5-7 stehen für 12 Volt. Die Ziffern 4-6 sind für den täglichen Gebrauch vollkommen sinnfrei. Steht als 4. Ziffer die 0 bedeutet, dass das diese Batterie zuvor eine DIN Nummer hatte. Die Ziffer 1 gibt an, dass der Batterietyp zuvor keine DIN Nummer hatte. Die 9 sagt aus, dass es eine wartungsfreie Batterie mit festgelegtem Elektrolyten ist.
  • Die Ziffern 5 und 6 geben Auskunft über die Geometrie und technische Merkmale
  • Hier werden beispielsweise Gehäuseabmessungen, Schaltung, Lage der Pole, Polart, Deckeltyp, Bodenleisten, Handgriffe Entgasungssystem sowie Rüttelfestigkeit, die Zyklenfestigkeit und der Wasserverbrauch angegeben.
  • Die Stellen 7, 8 und 9 stehen für den Kälteprüfstrom in in Ampere. Dieser Wert wird mit
  • 10 mal genommen. So z.B. 090×10 = 900 A (je höher der Wert, umso besser ist also das  Kaltstartverhalten)

Diese Werte sind mit den Vorgaben des Herstellers abzugleichen. Damit hat man sowohl für Klassiker wie für „Exoten“ aus dem Inland und europäischen Ausland sehr leicht ermittelt, welche Batterie die jeweils Richtige ist.

Warum Billig-Autobatterien schneller den Geist aufgeben…

Bei dieser Frage mag man sich Gedanken darüber machen, ob es ein billiges Blei geben könnte, das die Produktion von Batterien preiswerter macht. Alle Gedanken, die in diese Richtung zielen scheinen aber nach Expertenmeinung falsch zu sein. In einschlägigen Batterietests schneiden die Batterien der preiswerten Typen oft erstaunlich gut ab und schaffen es nicht selten auch auf das Siegertreppchen. Woran liegt es dann, dass sie schneller nachlassen?

Die älteren Autofahrer mögen sich noch daran erinnern, dass es früher vom Verkäufer beim Kauf einer neuen Batterie ein „trocken vorgeladenes“ Exemplar aus dem Regal gab. Die musste selbstverständlich noch mit Schwefelsäure gefüllt werden. Das geschah oft und gerne als „Show“ im Beisein des Käufers. Erst nach diesem Vorgang war die Batterie ein Stromlieferant und als solcher einsatzbereit. Auf diese Weise kaufte man Autobatterien noch etwa bis zur Jahrtausendwende im ausgewiesenen Fachhandel.

Heute stehen sie stapelweise fix und fertig befüllt und einsatzbereit im Laden und warten auf die Käufer. Oft warten sie da monatelang – und schlimmstenfalls noch länger. Gute achtzig Prozent der Batterien werden aber während dieser Wartezeit nicht nachgeladen. So etwas nennt man in Fachkreisen auch „Überlagerung“. Somit bekommt der Käufer dann eine teilentladene und „vorgeschädigte“ Batterie. So etwas reduziert die zu erwartende Lebensdauer von vornherein und so eine Batterie macht am Ende nicht viele Winter mit.

Dann kamen die wartungsfreien Batterien. Aber wartungsfrei war eine Batterie noch nie und wird sie auch künftig niemals sein. Diese wartungsfreien Batterien haben konstruktionsbedingt keine Verschlussstopfen an der Oberseite. Damit war das bis dahin klassische Nachfüllen von destilliertem Wasser weder möglich noch gewollt. Die traditionelle Messung der Säuredichte war so ebenfalls verhindert. Damit war das Schicksal dieses Batterietyps besiegelt – es sind preiswerte Wegwerfartikel geworden, die nicht selten im dritten oder vierten Winter ersetzt werden müssen.

Genau genommen muss aber auch das nicht sein. Selbst bei ausschließlichem Kurzstreckenverkehr ließe sich die Lebensdauer der Batterien durch regelmäßige Pflege um einiges Verlängern. Experten schwärmen von Batterien, die bis zu zwanzig Jahren gedient haben sollen. Zeigt Die Batterie bei einer Überprüfung weniger als 12,4 Volt an, braucht sie eine energetische Wellnesskur am Ladegerät. Das erledigt dann aber besser kein „Billigteil“ sondern ein solider Lader mit elektronischer Laderegelung und sinnvollerweise auch einer Abschaltautomatik -> hier ist das Batterieladegerät von Exide zu empfehlen

Exide Batterieladegerät

Bleibt die Akkuspannung nun aber längere Zeit unterhalb von 12,4 Volt (Oldtimer machen so was gelegentlich) setzt die sogenannte „Sulfatierung“ ein. Das ist ein einfacher chemischer Prozess, bei dem sich kristallisiertes Bleisulfat an den Batterieplatten absetzt. Das tut der Batterie natürlich nicht gut. Je weiter dieser Prozess dann fortschreitet, desto weniger lässt sich die Batterie dann noch laden – bis sie schließlich gewechselt werden muss. Das kann auch bei Autos passieren, die sehr lange stehen. Zum Beispiel weil sie abgemeldet sind. Allerdings können gleichmäßige und hochfrequente Stromimpulse diese Kristalle manchmal auch wieder zurückbilden und die Batterie somit wieder ladefähig machen. In einigen Fällen lassen sich auf diesem Wege auch totgesagte Batterien zu neuem Leben erwecken.

Banner Batterietester Milton für Batterien bis 100Ah

Eine Auto Starterbatterie muss im täglichen Gebrauch viel leisten. Das gilt auch dann, wenn sie gar nicht zum Starten benutzt wird. In solchen Zeiten muss sie alle „Standby“ Verbraucher wie die Uhr usw. mit Strom versorgen. Und dann, Tage später, muss sie immer noch soviel Energie haben, um den Motor wieder starten zu können. Mit der Frage, wie gut die Batterie noch ist, muss man aber nicht bis zu den ersten Frösten warten. Eine seriöse Aussage über den Zustand einer Batterie im Allgemeinen und im Speziellen ist auf sehr schonende Art möglich.

Umfassende Analyse der Batterie

Der Batterietester Milton liefert nach nur 10 Sekunden umfassende und aussagekräftige Testergebnisse. Das gilt für alle Auto Starterbatterien bis ca. 100 Ah. Getestet werden dabei zum Beispiel die vorhandene Leistung für den Kaltstartstrom, den Anlasser und den Ladekreis. Das Besondere daran ist, dass der Tester einfach nur ein paar Sekunden an die Pole der Batterie gehalten werden muss. Es ist nicht mehr unbedingt notwendig, die Batterie für den Test auszubauen. Das erleichtert den Service und die Anwendung sehr. Letztendlich ist es nun nicht mehr notwendig, eine Werkstatt oder eine Batterie Servicestation zu besuchen. Mit diesem Gerät ist es nun auch möglich mit eher laienhaften Kenntnissen seine Auto Starterbatterie auf Herz nun Nieren präzise und seriös zu prüfen.

Das Leistungsspektrum

War vor rund 40 Jahren noch ein mächtig großer „Koffer“ mit Glühfäden nötig um der Batterie diverse Startvorgänge vorzugaukeln, geht das alles heute mit dem Milton Batterietester viel einfacher, schonender und letztlich auch deutlich umfassender. Das Gerät führt Kapazitätstests durch und gibt Auskunft über die vorhandene Energie für den Anlasser und den Ladekreis. Der Kaltstartstrom kann ebenfalls getestet werden. Das softe und schonende daran ist, das hier tatsächlich gemessen, gerechnet, analysiert und dann angezeigt wird. Die Batterie wird hierbei nicht mehr real belastet. Der Tester kann sowohl für die Batterien von PKW als auch für die Kraftpakete für Motorräder bis jeweils 100 Ah eingesetzt werden.

Technische Daten des Batterietesters Milton

 

Das Modell kommt vom Hersteller Milton und arbeiten mit einer Batteriespannung von 6 bis 12 Volt. Die Testzeit beträgt anwendungsfreundliche 10 sek. Die Anzeige erfolgt in einem digitalen Display.