Warum Billig-Autobatterien schneller den Geist aufgeben…

Bei dieser Frage mag man sich Gedanken darüber machen, ob es ein billiges Blei geben könnte, das die Produktion von Batterien preiswerter macht. Alle Gedanken, die in diese Richtung zielen scheinen aber nach Expertenmeinung falsch zu sein. In einschlägigen Batterietests schneiden die Batterien der preiswerten Typen oft erstaunlich gut ab und schaffen es nicht selten auch auf das Siegertreppchen. Woran liegt es dann, dass sie schneller nachlassen?

Die älteren Autofahrer mögen sich noch daran erinnern, dass es früher vom Verkäufer beim Kauf einer neuen Batterie ein „trocken vorgeladenes“ Exemplar aus dem Regal gab. Die musste selbstverständlich noch mit Schwefelsäure gefüllt werden. Das geschah oft und gerne als „Show“ im Beisein des Käufers. Erst nach diesem Vorgang war die Batterie ein Stromlieferant und als solcher einsatzbereit. Auf diese Weise kaufte man Autobatterien noch etwa bis zur Jahrtausendwende im ausgewiesenen Fachhandel.

Heute stehen sie stapelweise fix und fertig befüllt und einsatzbereit im Laden und warten auf die Käufer. Oft warten sie da monatelang – und schlimmstenfalls noch länger. Gute achtzig Prozent der Batterien werden aber während dieser Wartezeit nicht nachgeladen. So etwas nennt man in Fachkreisen auch „Überlagerung“. Somit bekommt der Käufer dann eine teilentladene und „vorgeschädigte“ Batterie. So etwas reduziert die zu erwartende Lebensdauer von vornherein und so eine Batterie macht am Ende nicht viele Winter mit.

Dann kamen die wartungsfreien Batterien. Aber wartungsfrei war eine Batterie noch nie und wird sie auch künftig niemals sein. Diese wartungsfreien Batterien haben konstruktionsbedingt keine Verschlussstopfen an der Oberseite. Damit war das bis dahin klassische Nachfüllen von destilliertem Wasser weder möglich noch gewollt. Die traditionelle Messung der Säuredichte war so ebenfalls verhindert. Damit war das Schicksal dieses Batterietyps besiegelt – es sind preiswerte Wegwerfartikel geworden, die nicht selten im dritten oder vierten Winter ersetzt werden müssen.

Genau genommen muss aber auch das nicht sein. Selbst bei ausschließlichem Kurzstreckenverkehr ließe sich die Lebensdauer der Batterien durch regelmäßige Pflege um einiges Verlängern. Experten schwärmen von Batterien, die bis zu zwanzig Jahren gedient haben sollen. Zeigt Die Batterie bei einer Überprüfung weniger als 12,4 Volt an, braucht sie eine energetische Wellnesskur am Ladegerät. Das erledigt dann aber besser kein „Billigteil“ sondern ein solider Lader mit elektronischer Laderegelung und sinnvollerweise auch einer Abschaltautomatik -> hier ist das Batterieladegerät von Exide zu empfehlen

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Bleibt die Akkuspannung nun aber längere Zeit unterhalb von 12,4 Volt (Oldtimer machen so was gelegentlich) setzt die sogenannte „Sulfatierung“ ein. Das ist ein einfacher chemischer Prozess, bei dem sich kristallisiertes Bleisulfat an den Batterieplatten absetzt. Das tut der Batterie natürlich nicht gut. Je weiter dieser Prozess dann fortschreitet, desto weniger lässt sich die Batterie dann noch laden – bis sie schließlich gewechselt werden muss. Das kann auch bei Autos passieren, die sehr lange stehen. Zum Beispiel weil sie abgemeldet sind. Allerdings können gleichmäßige und hochfrequente Stromimpulse diese Kristalle manchmal auch wieder zurückbilden und die Batterie somit wieder ladefähig machen. In einigen Fällen lassen sich auf diesem Wege auch totgesagte Batterien zu neuem Leben erwecken.

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