Was man über Motorradbatterien wissen muss

Der gute alte Kickstarter ist längst auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Funktionen der modernen Motorräder. Viel praktischer und deutlich komfortabler sind da die Elektrostarter. Allerdings brauchen die eine starke und ausdauernde Energiequelle. Die Batterie muss also eine ordentliche Durchzugskraft mitbringen. Andernfalls wird sie kaum die Kurbelwelle ausreichend in Bewegung bringen. Das ist schlicht und ergreifend Schwerstarbeit.

Die modernen Batterien für Motorräder haben es tatsächlich nicht immer leicht. Sie haben lange Stand- und kurze Ladezeiten. Das macht jedem Akku zu schaffen. Dabei sind auch die Zeiten längst vorbei, in denen die Batterie lediglich den Startstrom für den Motor zu liefern hatte. Die Motorradbatterien heutiger Tage stehen vor ganz anderen Herausforderungen. Das Motorrad in unseren Tagen hat so Einiges an Zubehör. Davon dient das meiste zwar dem gesteigerten Fahr- und Sitzkomfort, es verbraucht aber auch Strom. Diese Tatsache trifft die Batterie im Stand besonders hart. Solange die Lichtmaschine nämlich keinen Ladestrom zur Verfügung stellt, sind alle Verbraucher auf die Motorradbatterie angewiesen, die dann die einzige Stromquelle am Motorrad ist. Da braucht die Batterie einen langen (Energie-) Atem.

Motorrad Batterie

auch das schnellste Mottorrad braucht nach einer gewissen Zeit eine neue Batterie

Allein schon deswegen sollte bei der Motorradbatterie auf gar keinen Fall an der falschen Stelle gespart werden. Wobei gerade hier „gut“ nicht unbedingt auch immer teuer heißen muss. Die hochwertige Motorradbatterie hat selbst nach mehreren Lade- und Entladevorgängen immer noch genug Strom für den Start des Motors. Zyklenfestigkeit heißt die dafür notwendige Eigenschaft der Batterie. Ein Zyklus ist dabei das Entladen und das wieder Aufladen der Motorradbatterie. Die wirklich gute Batterie macht genau das auch noch bei Temperaturen jenseits der Frostgrenze problemlos mit. Motorradbatterien, bei denen die Startenergie dann einbricht sollten nicht ernsthaft zum Einsatz kommen.

Ab und zu braucht auch die stärkste Batterie eine Auffrischungskur. Wirklich wartungsfrei sind am Ende nur AGM- bzw. Gelbatterien, jedoch müssen alle Batteriearten bei Ladedefiziten ans Ladegerät. Zum Nachladen wird das Ladegerät über die beiden Pole mit der Batterie verbunden. Bei herkömmlichen Nassbatterien sind zusätzlich die Verschlussstopfen der Zellen zu entfernen. Das liegt daran, dass beim Ladevorgang das hochexplosive Knallgas entweicht. Beim Wiedereinbau der Batterie ist immer zuerst das Plus-, und dann erst das Minuskabel (Masse) anzuschließen … Eine gute Batterie ist zwingend notwendig für ein zuverlässiges Motorrad.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über ihren Beitrag!

Schreib einen Kommentar